Dokumentation: Extremwetter in Hamburg – Wie schützen wir vulnerable Gruppen vor Hitze?
Klima-Stammtisch der AG Klima des NFH am 17.06.2026, 09.00-10.30 Uhr via Zoom
Die aktuelle Hitzewelle hat große Teile Europas fest im Griff. Auch in Hamburg erleben wir zurzeit sehr hohe Temperaturen und eine sehr hohe UV-Strahlung. Auf Grund der Klimakrise wird dies immer häufiger der Fall werden. Wie können wir uns darauf einstellen und alle in der Gesellschaft gut schützen? Bei unserem Klima-Stammtisch am 17.06.2026 ging es genau darum – mit einem Fokus auf besonders vulnerable Gruppen.
Jennifer Raddy, Leiterin der Koordinierungsstelle Gesundheitlicher Hitzeschutz/Hitzeaktionsplan in der Sozialbehörde Hamburg, stellte den Hitzeaktionsplan und die zahlreichen städtischen Maßnahmen zum gesundheitlichen Hitzeschutz vor. Dabei wurde vor allem deutlich: Frühzeitig präventiv agieren ist deutlich günstiger als Nachsorge. Und es muss stärker ressortübergreifend und auch mit nicht-staatlichen Akteur*innen kooperiert werden.
Pia Rangnow, Koordinatorin des Hitzeaktionstags bei KLUG - Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V., untermauerte die Forderungen der Zivilgesellschaft, die Krisenresilienz bei Extremhitze zu stärken, denn Hitzeschutz sei auch immer Krisenresilienz. Sie hat deutlich gemacht, dass es klare Zuständigkeiten, effektive und ausreichende Schutzstrukturen für Risikogruppen und breite Bündnisse aller beteiligten Akteur*innen braucht, um wirksamen gesundheitlichen Hitzeschutz sicherzustellen.
In der anschließenden Diskussion, wunderbar moderiert vom Sprecher der AG Klima des NFH, Kai Hünemörder, wurde deutlich, dass eine breite Palette an Maßnahmen und Ansätzen nötig ist, damit vulnerable Gruppen wirkungsvoll vor Hitze und anderen Extremwettern geschützt werden können.
Mehr Aufmerksamkeit für Hitzeschutz, stärkere Vernetzung und konkrete, ausfinanzierte Maßnahmen in Pflege & Gesundheit – darin bestand Einigkeit. Auch Entsiegelung und der Ausbau der blau-grünen Infrastruktur, die kritisch für den Hitzeschutz im urbanen Raum ist, müssten verstärkt umgesetzt werden.
Weiterführende Hinweise:
- Die Karte für Kühle Orte in Hamburg: https://geoportal-hamburg.de/kuehle-orte/
- Das Positionspapier des Bündnisses Hitzeaktionstag: https://hitzeaktionstag.de/
Vielen Dank an die beiden Speakerinnen und das interessierte Publikum für die spannende Veranstaltung. Nun heißt es: Hitzeschutz konsequent umsetzen und insbesondere vulnerable Gruppen vor Unwetter schützen!
