Konzeptpapier: Wirksame Governance-Strukturen für Nachhaltigkeit

Wirksame Governance-Strukturen für eine erfolgreiche
Nachhaltigkeitsstrategie: Wie Hamburg Nachhaltigkeit steuern kann

Neues Konzeptpapier empfiehlt eine bessere Koordination, entschlossenere
Steuerung und mehr Verbindlichkeit für Hamburgs Nachhaltigkeitskurs

Die 3. Hamburg Sustainability Conference hat begonnen – und Hamburg präsentiert sich auf internationalem Parkett als Vorreiter der Nachhaltigkeit. Damit der Glanz aber auch glaubwürdig von innen kommt, muss Nachhaltigkeit endlich in zentrale Steuerungs- und Entscheidungsprozesse der Hamburger Politik und Verwaltung integriert werden.

Wie das geht, zeigen wir in unserem Konzeptpapier „Wirksame Governance-Strukturen für die erfolgreiche Implementierung der Nachhaltigkeitsstrategie für die Freie und Hansestadt Hamburg“, erarbeitet von IMPCT for Change GmbH.

Das Konzeptpapier liegt sowohl in der Langfassung als auch in einer übersichtlichen, grafisch aufbereiteten Zusammenfassung vor.

 

Stadt Hamburg entwickelt zurzeit Nachhaltigkeitsstrategie - wirksame Steuerungsmechanismen nötig

Im Auftrag des Nachhaltigkeitsforums Hamburg entwickelte IMPCT for Change GmbH Vorschläge für wirksame Governance-Strukturen für die erfolgreiche Implementierung der Hamburger Nachhaltigkeitsstrategie. Vor dem Hintergrund der aktuell laufenden Nachhaltigkeitsstrategie-Entwicklung analysiert das Konzeptpapier bestehende Steuerungsmechanismen, identifiziert Hemmnisse und unterbreitet konkrete Vorschläge für die erfolgreiche Integration von Nachhaltigkeit in das Hamburger Verwaltungshandeln.

Hierfür beleuchtet das Konzeptpapier folgende Aspekte:
a) die aktuelle Handhabung von Querschnittsthemen in der Hamburger Verwaltung

b) vier ausgewählte Governance-Ansätze für mehr Nachhaltigkeit

c) (inter-) nationale Beispiele gelungener Nachhaltigkeitssteuerung

d) zwei mögliche Ansätze, um Nachhaltigkeit in der FHH zentral und wirksam zu verankern

 

Nachhaltigkeit ins Zentrum der politischen Steuerung rücken

Die Autor*innen heben hervor, dass die zentrale Herausforderung nicht im Fehlen von Zielsetzungen liegt, sondern in der konsequenten Steuerung und Abstimmung. Das Konzeptpapier zeigt klar auf: Nachhaltigkeit dürfe nicht als „Add-on“ verstanden werden, sondern muss systematisch und frühzeitig in zentrale Entscheidungs- und Steuerungsprozesse eingebunden werden. Dabei erscheinen die Kombination verschiedener Steuerungsinstrumente sowie die umfassende Integration in den Landeshaushalt die größten Potenziale aufzuweisen.

Zielkonflikte frühzeitig bearbeiten und Nachsteuerungen bei Zielverfehlung

Das Konzeptpapier empfiehlt der Hamburger Politik und Verwaltung eine bessere Koordination, entschlossenere Steuerung und mehr Verbindlichkeit für Hamburgs Nachhaltigkeitskurs. Damit die Nachhaltigkeitsstrategie wirklich wirksam sein kann, müsse die Hamburger Verwaltung Zielkonflikte frühzeitig bearbeiten, bei Zielverfehlungen verpflichtend nachsteuern und neue Formen der politischen Steuerung implementieren. Tanja Ferkau, Ko-Autorin des Konzeptpapiers und Geschäftsführerin der IMPCT for Change GmbH, betont:

Ein Bild zeigt Tanja Ferkau, Geschäftsführerin der IMPCT for Change GmbH, die in die Kamera blickt. Sie hat blonde Haare und trägt eine dunkle Jacke. Links neben ihr befindet sich ein grüner Bereich mit einem Zitat: „Nachhaltigkeit weist eine große Umsetzungslücke auf. Daher muss die Stadt Hamburg Nachhaltigkeit so in zentrale politische Entscheidungsprozesse integrieren, dass sie bei Zielkonflikten tatsächlich handlungsleitend wird. Das erfordert Mut und Weitsicht.“ Darunter stehen ihr Name und ihre Position. Am unteren Rand des Bildes sind die Logos des „NACHHALTIGKEITS FORUM HAMBURG“ und der Titel „Wirksame Governance-Strukturen für die Hamburger Nachhaltigkeitsstrategie“ zu sehen.

Hamburger Verwaltung konsequent nachhaltig gestalten

Basierend auf den Ergebnissen des Konzeptpapiers fordert das Nachhaltigkeitsforum Hamburg von der Freien und Hansestadt Hamburg, Nachhaltigkeit in zentrale politische Steuerungsprozesse zu integrieren und innovative Governance-Instrumente wie Reallabore und die Doughnut-Ökonomie als festen Bestandteil der gesamtstädtischen Nachhaltigkeitsstrategie zu verankern. Zielkonflikte müssen frühzeitig bearbeitet und Verwaltungslogiken an die heutigen Herausforderungen angepasst werden. Die konsequente Einbindung von Wissenschaft und Zivilgesellschaft ist unabdingbar für eine evidenzbasierte, breit legitimierte Nachhaltigkeitspolitik in Hamburg.

Internationale Best Practices und der Weg nach vorn für Hamburg

Internationale Beispiele wie Kopenhagen, Amsterdam und Paris zeigen auf, wie erfolgreich ein zukunftsfähiger, ambitionierter Nachhaltigkeits-Kurs eingeschlagen werden kann – das würde auch Hamburg gutstehen. Aus Sicht des NFH ist es an der Zeit, Nachhaltigkeit zur gesamtstrategischen Steuerungsaufgabe zu machen. Nur so kann den aktuellen Polykrisen wirksam begegnet und in Zeiten knapper Kassen ein zielgerichteter und zukunftsweisender Mehrwert geschaffen werden!

Nun liegt es an der Hamburger Politik und Verwaltung, diese evidenzbasierten Empfehlungen aufzugreifen und sicherzustellen, dass die Nachhaltigkeitsstrategie wirksame Governance-Strukturen enthält, um Nachhaltigkeit erfolgreich zu steuern. Für eine wirksame, zukunftsfähige Nachhaltigkeitspolitik in Hamburg!

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Das Konzeptpapier liegt sowohl in der Langfassung als auch in einer übersichtlichen, grafisch aufbereiteten Zusammenfassung vor.

Die Pressemitteilung findet sich hier.