Die Agenda 2030: 17 Ziele für eine gerechtere Welt
Im Jahr 2015 hat die Weltgemeinschaft die Agenda 2030 verabschiedet. Die Agenda ist ein Fahrplan für die Zukunft. Mit der Agenda 2030 will die Weltgemeinschaft überall auf der Welt ein menschenwürdiges, zukunftsfähiges Leben ermöglichen und dabei gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren. Handlungsleitend für die Umsetzung sind folgende fünf Prinzipien: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft (5 P´s).
Die Agenda 2030 verfolgt 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung, die bis 2030 von allen 193 Mitgliedsstaaten der UN erreicht werden sollen – sie sind also ein Weltzukunftsvertrag.
Die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung sind auch bekannt als Nachhaltigkeitsziele oder Sustainable Development Goals (SDGs). Sie umfassen ökologische, soziale, ökonomische, kulturelle und politische Aspekte. Die Erreichung der SDGs ist nur möglich, wenn diese zusammengedacht werden und gemeinsame, positive Wechselwirkungen entfalten können. Die SDGS können also nur integriert und zusammen gedacht und letztendlich erreicht werden.
Die Umsetzung der SDGs muss zeitnah und allumfassend erfolgen. Hierfür müssen alle Akteur*innen und alle Ebenen zusammenarbeiten. Sowohl internationale Institutionen als auch nationale Regierungen sowie Bundesländer und Kommunen sind gefragt. Ebenso spielen zivilgesellschaftliche Akteure, Unternehmen und Netzwerke eine große Rolle. Bei der Erreichung der 17 SDGs handelt es sich also um ein Gemeinschaftswerk.
Unser Nachhaltigkeitsverständnis: Das Wedding-Cake-Modell

Das NFH orientiert sich an einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnis, das oft als "Wedding-Cake-Modell" (Hochzeitstorten-Modell) bezeichnet wird. Dieses Modell wurde 2016 von Forscher*innen wie Carl Folke und Johan Rockström entwickelt. Es zeigt anschaulich, wie die Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) mit unseren ökologischen Grenzen verknüpft sind. Der Kerngedanke ist einfach: Die Wirtschaft und unsere Gesellschaft sind nicht unabhängig, sondern fest in der Natur – unserer Biosphäre – verankert und von ihr abhängig. Nur wenn wir die Biosphäre als grundlegende Basis respektieren und schützen, können sich auch Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltig entwickeln.



