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Vor­trag: Wald­schutz und der lan­ge Schat­ten der Kolonisierung

23 Jun 2022

Im 19. Jahr­hun­dert wur­de Wald in kolo­nia­li­sier­ten Regio­nen als Holz­lie­fe­rant erschlos­sen, im Zeit­al­ter der Kli­ma­kri­se gewinnt der Wald als Koh­len­stoff­spei­cher an Bedeu­tung. Doch wie der glo­ba­le Holz­han­del steht auch die Erschlie­ßung von Wald als Koh­len­stoff­spei­cher im lan­gen Schat­ten der Kolo­nia­li­sie­rung. Der Vor­trag beleuch­tet, war­um Wald­schutz als Kli­ma­kom­pen­sa­ti­on und der Boom in Indus­trie­län­dern mit angeb­lich kli­ma-neu­tra­len Pro­duk­ten neue Kon­flik­te um Land in eben­je­nen kolo­nia­li­sier­ten Regio­nen ver­ur­sacht, die den glo­ba­len Holz­han­del mit tro­pi­schen Hart­höl­zern ver­sor­gen – und zudem die Kli­ma­kri­se beschleu­nigt, statt sie zu verlangsamen.

Die Bio­lo­gin Jut­ta Kill arbei­tet frei­be­ruf­lich als Bera­te­rin und in Zusam­men­ar­beit mit dem World Rain­fo­rest Move­ment. In ihren Recher­chen, Ana­ly­sen und Publi­ka­tio­nen beleuch­tet sie das Span­nungs­feld Kon­sum in Indus­trie­län­dern und die Aus­wir­kun­gen die­ser impe­ria­len Lebens­wei­se auf Lebens­räu­me im glo­ba­len Süden, die wir gemein­hin als „Natur“ bezeichnen.

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Veranstaltungsort

Kunst­haus Hamburg
Klosterwall 15
Hamburg,
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